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             Mai  2017

Der ehemalige Bahnübergang

                        Wolmirstedter Kalenderblatt

                                     Mai 2017

 

  

Der  Bahnübergang in der Glindenberger Straße / Wolmirstedt

19.05.2017/ ; Wolmirstedt / Bahnübergang

               Es ist ein besonderer  Tag in Wolmirstedt, denn der Bahnübergang, der Strecke Magdeburg – Stendal, der Glindenberger Straße wurde vom manuellen Betrieb umgestellt auf eine automatische Anlage.

   

Doch bis zum April 2017 war es anders, denn von einem Schrankenwäterhäuschen aus, direkt neben der Schrankenanlage,  wurde sie nach den telefonisch ankommenden Befehlen der Bahn bedient, also geschlossen oder geöffnet.

               Mag es vor 100 Jahren bedeutungslos gewesen sein, denn der Verkehr war minimal in diese Richtung, so hatten sich die Zeiten geändert,  seit in  der mobilen Neuzeit der Verkehr drastisch zunahm, die Autobahn mit ihrem Verkehr  bei Stau einen Schleichweg (Umleitung) zusätzlich hatte und so war die Schranke das Zünglein an der Waage. Auf Gedeih und Verderb, auf bahntechnische  Anweisung und persönlichen Befinden der Bahnwärter konnte  und wurde es oft zu einem Geduldsspiel, ob sie aufging oder eben nicht. Die heutige Zeit ist so schnell- lebig, so ungeduldig sind auch die Autofahrer und oft ging dann ein Hupkonzert der Ungeduld los. Nicht nur böse Worte flogen durch die Luft, sondern auch manch böser Stinkefinger  wurde gezeigt.

 

               Dann kam die Bauphase, Stille senkte sich über die Anlieger der Glindenberger  Straße, dauerte der Weg in die Stadt über den Bahnübergang 3-5 Min, so war es ein Pilgerweg mit Hindernissen zum Einkauf geworden. Mit dem Auto über die Holper- Stolperstraße, die eigentlich keinen Durchgangsverkehr zulässt, weil a) verdammt zu schmal ist und b) Privatweg und für die Fußgänger gar ein Weg von 15 bis 20 Minuten zusätzlich. Ohne Auto, wie viele Rentner es nun mal sind, so wurde jeder Weg zur Qual.

               Welch eine Freude für die Kinder,  7 Wochen nahmen sie die Straße in Besitz, sie wurde zum Spielplatz, zur Rollerbahn mit allem was Räder hat, zur Malstrecke und zum Tummelplatz für ihre Freunde. Wie in alten Zeiten konnte man spielen nach Herzenslust.

  

Sehnsüchtig waren wir „Glindenberger“ Zaungäste  der Baustelle und dort ging es wahrlich rund. Die Tiefbaufirma mit ihren Partnern der Bahn schufteten tatsächlich und kamen Schritt für Schritt voran, das Bauwerk nahm Konturen an und wurde nach sieben Wochen fertig.

               Zaungäste der Einweihung blieben die "Glindenberger" auch, denn die Einweihung der Offiziellen war auf „Wolmirstedter Seite“ auch wenn sie den fleißigen Arbeitern Bier spendeten.

               Bereit und schwungvoll lässt sich nun die Gleisanlage überwinden und das Beste für die  Wartenden: - Nun ist es nicht mehr ein Sabotage- Zeit –Stehl –Balken -, sondern in Sekundenschnelle öffnet sie auch wieder nach der Zugdurchfahrt.

 

Toll!  Wie nicht nur die Betroffenen Anlieger finden.

E.M. 21.05.2017

Aktuelles

Wolmirstedt

 

Am Ohrestrand dort ist ein Städtchen,

 Hat sich erneuert und geschmückt.

Geschmückt als wundervolles  Mädchen,

Ein Gast war davon ganz entzückt.

 

1000 Jahre ist sie schon,

Die Schlossdomäne zeugt davon.

Ein Schäfer seine Schäfchen sieht,

Der Gerber ihm zur Seite steht.

 

Die Wende hat erst wach geküsst,

Was einst verfiel, ist nicht mehr trist.

Es ist Farbe da und nicht mehr grau,

drum geh ins Städtchen und dann schau.

 

Die Herr`n vom Rat, sie sind sehr schlau,

passten auf und rechneten genau,

ein neues Rathaus steht in voller Pracht

die „Spiesbürger“ hätten`s nie gedacht.

20.12.2012 E. Mohaupt

 

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